Beim Einsatz von Paletten als Verpackung müssen Sie vor allem gesetzliche Standards, die Materialwahl und die Ladungssicherung berücksichtigen.
1. Gesetzliche Anforderungen & Normen
ISPM 15 Standard (IPPC): Für den internationalen Warenverkehr (Export/Import) müssen Holzpaletten wärmebehandelt oder begast sein, um die Ausbreitung von Schädlingen zu verhindern. Achten Sie auf das offizielle IPPC-Logo auf der Palette.
Kennzeichnung: Echte Europaletten (Mehrweg) müssen die Einprägung EPAL oder EUR auf den Eckklötzen tragen.
Umweltkennzeichnung: Je nach Land und Material (z. B. Italien) kann eine Umweltkennzeichnung auf der Verpackung erforderlich sein.
2. Wahl des richtigen Palettentyps
Mehrwegpaletten (z. B. Europaletten): Robust, für schwere Lasten (bis ca. 2.000 kg statisch) und tauschfähig im EPAL-System.
Einwegpaletten: Kostengünstiger, oft leichter und nicht für das Tauschsystem vorgesehen; ideal für den einmaligen Versand direkt zum Kunden.
Materialien:
Holz: Stabil und weltweit Standard.
Kunststoff: Hygienisch, leicht zu reinigen und wetterfest; oft in der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie genutzt.
Wellpappe: Sehr leicht, nur für geringe Lasten und trockene Umgebungen geeignet.
3. Beladung und Ladungssicherung
Stapelregeln: Schwere Gegenstände nach unten, leichte nach oben. Die Ware darf nicht über den Rand der Palette ragen, um Beschädigungen beim Verladen zu vermeiden.
Sicherungsmittel:
Stretchen: Wickeln Sie die Ware fest mit Stretchfolie ein, wobei die Fußumwicklung (Verbindung von Ware und Palette) entscheidend für die Stabilität ist.
Umreifen: Nutzen Sie Umreifungsbänder für schwere oder kompakte Güter.
Schutz: Verwenden Sie Kantenschutzleisten und Antirutschmatten, um das Verrutschen und Einschneiden der Bänder zu verhindern.
Rechtliche Vorgaben: Die Ladung muss so gesichert sein, dass sie auch bei einer Vollbremsung nicht verrutscht oder umfällt (gemäß StVO und VDI 2700).






